Leitbild der Stiftung

"Erben, das ist am Ende Kultur" (Thomas Mann)

Meredith Michaels Beerbaum und der Hannoveraner Shutterfly. Foto: Jacques Toffi

Mit Blick auf das wertvolle Erbe Deutschlands als international führende Reitsport- und Pferdesportnation ist die Sicherung der Qualität eine nationale und kulturelle Aufgabe. Das Pferd als Kulturgut, Wirtschaftsfaktor und Partner im Sport hat in unserem Land eine bedeutende Rolle eingenommen. Nach vielen höchst erfolgreichen Jahrzehnten ist die führende Position Deutschlands als herausragende Pferdesportnation gefährdet.

Die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport hat daher das Ziel, dem Pferdesport in Deutschland einen Teil der Mittel zur Verfügung zu stellen, die notwendig sind um erforderliche Maßnahmen für deutsche Athletinnen und Athleten umzusetzen. Es gilt also für die Pferdesportnation Deutschland "auf das richtige Pferd zu setzen", um sportliche Qualität zu sichern und Bestleistungen auf Weltklasse-Niveau nachhaltig aufrechterhalten zu können. Dabei spielt die Förderung des Nachwuchses und seine Heranführung an den Spitzensport eine wichtige Rolle. Verantwortungsvoller Umgang mit dem Lebewesen Pferd und die Erbringung sportlicher Höchstleistungen erfordert Wissen. In ihrer Schlüsselstellung hat daher die Stiftung auch die Verpflichtung und Chance den Pferdesport stärker der wissenschaftlichen Forschung zu öffnen (Leistungsdiagnostik, sportpsychologische Betreuung, Mentaltraining, Managementstrategien usw.).

Gefördert werden erfolgreiche Pferdesportlerinnen und Pferdesportler sowie hochtalentierte Pferde und Trainer unseres Landes in den Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren, Voltigieren, Distanzreiten und Reining. Die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport erwartet dabei von allen geförderten Athletinnen und Athleten die Prinzipien und Ideale des Sports zu achten und zu verteidigen und damit Mitverantwortung für den Schutz der Werte zu tragen. Sie fordert zudem Horsemanship - einen verantwortungsbewussten und tierschutzgerechten Umgang mit dem Partner Pferd sowie eine art- und verhaltensgerechte Ausbildung. Dem Wohlergehen des Pferdes (gemäß "Ethik im Pferdesport" der Deutschen Reiterlichen Vereinigung Teil 1 und 2) ist stets Vorrang gegenüber sportlichen Zielen und anderen etwaigen Interessen zu gewähren. 

Leitmotiv

Neben Wahrung von Kultur und Tradition rechtfertigt vor allem die sozialisierende Wirkung des Pferdesports das erbetene Engagement. Mit der Förderung der besten Pferdesportlerinnen und Pferdesportler sowie Pferde unseres Landes wird die Botschaft des Sports in die Gesellschaft transportiert. Durch ihre Leistung, ihre Einstellung und ihr Verhalten vermitteln die sportlichen Vorbilder Werte wie Disziplin, Verantwortung, Fairness, Toleranz und soziales Miteinander. Sie motivieren junge und alte, behinderte und nicht behinderte Menschen ihnen nachzueifern, wodurch der Sport seine soziale und integrative Kraft entfalten kann.

Als weiterer Faktor wirkt sich im Pferdesport in besonderer Weise der Umgang mit dem Partner Pferd positiv auf die Charakterbildung von Menschen aus. Er ist auf allen Leistungsebenen echte Lebensschule, in der ein vertrauensvolles und verantwortungsbewusstes Miteinander erlernt wird.