Fit für die Medien

Gute Medienarbeit als Karrierebaustein

Durch eine breite Präsenz des Pferdesports auf regionaler Ebene soll langfristig mediale Stärke zurückgewonnen werden, Foto Archiv Stiftung

Unter dem Motto „Fit für die Medien“ fördert die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport die Karriere talentierter Nachwuchsreiter und unterstützt sie dabei, sich erfolgreich medial zu präsentieren. Ziel ist es, durch eine breite Präsenz des Pferdesports auf regionaler Ebene langfristig mediale Stärke zurückzugewinnen.

In Schulungen mit qualifizierten Referenten bekommen die Nachwuchsreiter neben Interview- und Kameratraining auch ein Gespür dafür, wie Journalisten arbeiten, welche Vorteile ein guter Pressekontakt haben kann und welche Chancen die mediale Selbstpräsentation für die sportliche Karriere bietet. Fragen wie „Wie kann ich mich in sozialen Netzwerken gut darstellen? Was lasse ich dort lieber sein?“ oder „Wie antworte ich, wenn es kritisch wird?“, sollen zum Beispiel bei den Schulungen beantwortet werden. Reitmeisterin Ingrid Klimke sagt zum Projekt: „Wenn man auf dem Sprung in den großen Sport ist, nimmt der Kontakt zu Medienvertretern und Journalisten zu. Das erste Interview vor der Kamera, das erste Mal ein Mikro in der Hand, da kann man schon ins Schwitzen kommen. In solchen Situationen hilft es, vorbereitet zu sein. Angesichts des internationalen Konkurrenzdrucks können eine professionelle Selbstvermarktung und ein gutes Verhältnis zu den Medien außerdem bei der Karriere helfen. Daher halte ich es für richtig und wichtig, den Nachwuchs in diesem Bereich zu unterstützen.“

Teil des Programms für die Reiter ist außerdem eine intensive Betreuung im Umgang mit lokalen Medien. Das bedeutet konkret: Wenn einer der Nachwuchsreiter beispielsweise einen besonderen Erfolg erzielt, werden die Tageszeitungen in seiner Heimatregion mit Informationen beliefert, so dass ein Bericht erscheinen kann. Laura Schwabbauer, die das Projekt als Redakteurin bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) betreut, erklärt: „Viele Tageszeitungen haben nicht die personellen Möglichkeiten, über jede Sportart ausführlich zu berichten. Da fällt gerade der Reitsport oft durch das Raster. Wenn wir gemeinsam mit den Nachwuchsreitern den Kontakt zu den Redaktionen suchen und Informationen liefern, ist das für den Pferdesport eine Chance, häufiger und ausführlicher in den lokalen Medien zu erscheinen.“

Frederike Staack ist Springreiterin aus Schleswig-Holstein und eine der Nachwuchsreiterinnen, die beim Projekt dabei sind. Sie sagt: „Seit das Projekt angelaufen ist, habe ich den Eindruck, dass die Lokalzeitungen aus meiner Heimat häufiger über meine sportlichen Erfolge berichten, die sie sonst vielleicht gar nicht so mitbekommen hätten.“

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