Mit SICHERHEIT besser reiten

Die Stiftung unterstützt Maßnahmen für mehr Sicherheit im Pferdesport

FN-Pressekonferenz 2015 - Präsentation von deformierbaren Geländehindernissen, Foto Kaup

Gegründet im März 2013 hat sich die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport zum Ziel gemacht, die Spitzenposition des deutschen Pferdesports im internationalen Leistungsvergleich auch für die Zukunft zu festigen. Nach Projekten wie beispielsweise dem U25-Springpokal widmet sich die Stiftung nun einem besonderen Thema: der Sicherheit!

Im Gespräch mit Nadine Pakenis, Geschäftsführerin der Stiftung.

Wie passt das Thema Sicherheit in das vordergründige Ziel der Stiftung: Spitzenleistungen?

Nadine Pakenis: Zentraler Ausgangspunkt bei unserer Fördertätigkeit ist für uns IMMER und in JEDER HINSICHT erst einmal ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Lebewesen Pferd und auch mit den Reitern bzw. den Fahrern und Voltigieren. Ein wesentlicher Teil von Verantwortung ist, für die bestmögliche Sicherheit zu sorgen. Auch auf dem Weg zu Spitzenleistungen muss immer die Sicherheit von Pferd und Reiter im Vordergrund stehen. Verantwortlich und damit sicherheitsbewusst zu handeln, erfordert zunächst eine gute Ausbildung, ganz viel Wissen und die Bereitschaft, sich und den Sport weiterzuentwickeln. Genau deshalb unterstützen wir mit der Stiftung die Forschungen, neuen Entwicklungen und Maßnahmen für mehr Sicherheit im Pferdesport.

Ihr erster Ansatzpunkt gilt der Vielseitigkeit…

Nadine Pakenis: Ja, in der Vielseitigkeit sehen wir aktuell den dringendsten Handlungsbedarf. Wir unterstützen zum Beispiel die Entwicklung und das Testen neuer Sicherheitshindernisse. Zudem statten wir viele Geländestrecken mit den bereits zertifizierten Sicherheitselementen aus. Gerade in diesem Bereich besteht ein hoher Finanzbedarf, die Veranstalter können die Kosten teilweise nicht alleine stemmen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle Unterstützung leisten. Die Verbesserung der Hindernisse ist aber nur eine von mehreren Maßnahmen, um auf einen besseren Schutz der Reiter und Pferde hinzuwirken. Ein großer Teil der von uns zur Verfügung gestellten Mittel geht zudem auch in andere Bereiche, wie z.B. in die Forschung und Entwicklung, um neue Erkenntnisse im Bereich der Unfallverhütung zu gewinnen und diese dann in die Sportpraxis zu transferieren.

Orientieren Sie sich dabei ausschließlich an Ergebnissen für die Vielseitigkeitsreiterei?

Nadine Pakenis: Sicher werden einige Innovationen auch auf die anderen Disziplinen übertragbar sein. Das wäre sehr wünschenswert, denn jede Disziplin des Pferdesports, wie auch jeder andere Sport, bringt gewisse Sicherheitsrisiken mit sich. Unser Ziel ist es, auf mehr Sicherheit in allen Disziplinen des Pferdesports hinzuwirken und mit Deutschland eine Vorreiterfunktion im Thema „Sicherheit“ einzunehmen.

Sie möchten zur Sicherheit im Pferdesport insgesamt beitragen, auch mit Blick auf den Pferdesport-Nachwuchs?

Nadine Pakenis: Ja, unbedingt. Die Förderung von talentierten Nachwuchsreitern ist ein Hauptanliegen der Stifter. Der Nachwuchs ist für uns sehr wichtig. Wie in jeder anderen Sportart gilt: Ohne Nachwuchs fehlen nicht nur die Spitzensportler von morgen, der Nachwuchsbereich ist auch wichtiger Impulsgeber für jede Sportart. Eltern müssen sich so sicher wie möglich fühlen, wenn sie ihre Kinder im Pferdesport genießen wollen. Aus all diesen Perspektiven ist eindeutig: Jeder Unfall, der passiert, ist ein Unfall zu viel! Es muss im Interesse aller Beteiligten liegen, die Sicherheit bestmöglich zu erhöhen und Risiken zu minimieren. Wir möchten unsere Reiter und Pferde bestmöglich schützen und das Vertrauen in die Sicherheit unseres Sports erhalten.

Auf welchen Zeitraum ist das Stiftungsprojekt ‚Mit SICHERHEIT besser reiten’ angelegt?

Nadine Pakenis: Wir haben unsere Unterstützung für insgesamt drei Jahre zugesagt – mit der Option unser Engagement gegebenenfalls zu verlängern. In 2015 stellen wir 100.000 Euro für Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Pferdesport zur Verfügung. Über die Förderbeträge in 2016 und 2017 entscheiden wir in Abhängigkeit vom Bedarf neu.

(Das Interview führte Kim Kreling)

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